Das Kriegerdenkmal in Neustift bei Güssing ist ein bedeutender Ort des Erinnerns und der Besinnung. Es wurde im Sommer 1955 feierlich eingeweiht und erinnert seither an die Opfer vergangener Zeiten sowie an die Wichtigkeit von Frieden und Zusammenhalt in unserer Gemeinschaft.
Im Jahr 2008, anlässlich der 80-Jahr-Feier des Kameradschaftsbundes Neustift bei Güssing, wurde das Denkmal umfassend renoviert. Im Zuge dieser Arbeiten erhielt es auch eine moderne Scheinwerferbeleuchtung, die den Ort besonders in den Abendstunden würdevoll in Szene setzt.
Ein weiteres Zeichen gelebter Tradition und Verbundenheit ist das sogenannte „Marterl“ im Kreuzungsbereich gegenüber dem Haus Dorfstraße 15. Dieses wurde am 10. September 1994 feierlich eingeweiht und ist seither ein stiller Ort des Innehaltens für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucherinnen und Besucher.
Gemeinsam prägen diese Erinnerungsorte das Ortsbild und spiegeln die Geschichte sowie die Werte von Neustift bei Güssing wider.
Ein ganz besonderes Naturjuwel von Neustift bei Güssing ist die beeindruckende Eiche im Fidischwald. Mit ihrer außergewöhnlichen Größe und ihrem hohen Alter zählt sie zu den bedeutenden Naturdenkmalen der Region und fasziniert Besucherinnen und Besucher gleichermaßen.
Die mächtige Eiche steht an einem geschichtsträchtigen Punkt: einem sogenannten Drei-Hotter-Eck, an dem die Gemeindegebiete von Neustift bei Güssing, Gerersdorf und Güssing (Steingraben) aufeinandertreffen. Damit ist sie nicht nur ein Naturdenkmal, sondern auch ein Symbol für die Verbindung der umliegenden Orte.
Die Eiche lädt zum Innehalten ein – sei es bei einem Spaziergang durch den Fidischwald oder als Ziel eines kleinen Ausflugs. Sie steht sinnbildlich für Beständigkeit, Kraft und die enge Verbundenheit zwischen Mensch und Natur in unserer Region.
Ein besonderes Naturhighlight in Neustift bei Güssing ist die farbenprächtige Bienenfresserkolonie in einer aufgelassenen Sandgrube in der Lage „Lange Leiten“ am Narringerberg. Dieser außergewöhnliche Lebensraum bietet ideale Bedingungen für die seltenen und faszinierenden Vögel, die mit ihrem bunten Gefieder zu den schönsten heimischen Vogelarten zählen.
Zum Schutz dieser wertvollen Brutstätte wurde die Sandgrube mit Bescheid der Burgenländischen Landesregierung im Jahr 2000 offiziell zum Naturdenkmal erklärt. Ziel dieser Maßnahme ist der langfristige Erhalt der hier vorkommenden Bienenfresser, die sich in den sandigen Steilwänden ideale Nistmöglichkeiten schaffen.
Ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz gelang auch durch den Naturschutzbund Österreich: Durch den Ankauf einer rund 4.640 m² großen Fläche – finanziert durch Spenden in Höhe von 11.000 Euro – konnte das Brutgebiet nachhaltig gesichert werden. Seit 2005 ist hier ein stabiler Bestand dieser beeindruckenden Rackenvögel nachgewiesen.
Die Bienenfresserkolonie steht heute beispielhaft für den erfolgreichen Schutz seltener Tierarten und zeigt, wie wertvoll das Zusammenspiel von Natur, Engagement und regionaler Verantwortung ist. Besucherinnen und Besucher können mit etwas Glück die eleganten Flieger beobachten – ein unvergessliches Erlebnis für Naturfreunde.
Kath. Filialkirche hl. Anton (ObjektID: 28692)
Die Filialkirche Hl. Anton befindet sich in den Neustifter Bergen und ist unter der ObjektID: 28692 denkmalgeschützt. Am 27. August 1950 legte der hochwürdige Herr Kreisdechant Msgr. Johann HERCZEG den Grundstein zur neuen Filialkirche zu Ehren des hl. Antonius von Padua. Bis November 1951 war der Kirchenbau soweit fortgeschritten, dass ab dieser Zeit die hl. Messe bei notdürftiger Einrichtung darin gelesen werden konnte. Die Kirchenweihe erfolgte am 19. Juni 1955. Bischof Dr. Stefan LASZLO besuchte am 9. Mai 1982 die kath. Filialkirche in Neustift b. G. Diese war für diesen Anlass mit einem Kostenaufwand von S 300.000,- renoviert worden. Die Kreuzwegbilder stammen unentgeltlich von Frau Ella Erika Györög, einer gebürtigen Neustifterin, welche 40 Jahre in Wien lebte. Sie unternahm in Vorbereitung dieses Schaffens 1996 eine Israelreise und malte danach die Kreuzwegbilder, sodass der Kreuzweg am 15. Juni 1997 eingeweiht werden konnte. Frau Ella Erika Györög verstarb am 30. Oktober 2020 im 82. Lebensjahr.
Ehem. röm. kath. Schule (ObjektID: 28694), denkmalgeschützt seit 2012
Evangelisches Betsaal: Einweihung am 21. September 1958, renoviert 1994.
Wegkapelle: Die Neustifter Wegkapelle zur Heiligsten Dreifaltigkeit befindet sich am Wiederberg an der Kreuzung Wiederberger Landesstraße/Inzenhofer Landesstraße zwischen Neustift und Inzenhof. Das Innere der Kapelle ziert ein Dreifaltigkeitsbild. Dreifaltigkeit, Dreieinigkeit oder Trinität bezeichnet in der christlichen Theologie die Wesenseinheit Gottes in drei Personen oder Hypostasen, nicht drei Substanzen. Diese werden "Vater" (Gott der Vater, Gott Vater oder Gottvater), "Sohn" (Jesus Christus, Sohn Gottes oder Gott Sohn) und "Heiliger Geist" (Geist Gottes) genannt. Damit wird zugleich ihre Unterscheidung und ihre unauflösbare Einheit ausgedrückt. Die Kapelle wurde 2017 unter der Leitung von Frau Claudia Pronay generalsaniert.